Hausgemachte Chips: Aus Kartoffeln und Gemüse
Die Zubereitung von hausgemachten Chips ist keine Hexerei. Die Basis für den Erfolg sind dünne Scheiben, ein Minimum an Fett und eine höhere Temperatur. Und im Vergleich zu gekauften wissen Sie immer genau, was drin steckt.
Damit sie schön knusprig werden, müssen Sie nur ein paar einfache Regeln befolgen:
- schneiden Sie die Zutaten in möglichst dünne Scheiben (idealerweise mit einer Küchenreibe),
- Bei Kartoffeln weichen Sie die geschnittenen Scheiben kurz in kaltem Wasser ein, um einen Teil der Stärke zu entfernen und damit die Chips nach dem Backen schön knusprig werden,
- die Scheiben gründlich abtrocknen,
- bestreichen Sie sie leicht mit hochwertigem Öl,
- In einer Schicht im Ofen oder in der Heißluftfritteuse backen.
🐻 Bären-Tipp: Greifen Sie zu hochwertigem Raps- oder Olivenöl. Im Gegensatz zum klassischen Frittieren benötigen Sie davon nur eine kleine Menge, und das Ergebnis sind gesunde hausgemachte Chips, keine fettigen Chips.
1. Hausgemachte Kartoffelchips aus dem Ofen
Sie gehören zu den beliebtesten Varianten überhaupt. Selbstgemachte Chips aus dem Ofen enthalten deutlich weniger Fett als frittierte Kartoffelchips.
Zutaten
- Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
- hochwertiges Öl
- Salz
- Gewürze nach Geschmack (Paprika, Knoblauch, Kräuter, Chili)
Zubereitung
- 1.Waschen Sie die Kartoffeln gründlich. Die Schale können Sie dranlassen.
- 2.Schneiden Sie sie in sehr dünne Scheiben.
- 3.Tauchen Sie sie für 10–15 Minuten in kaltes Wasser ein.
- 4.Anschließend gründlich abtrocknen.
- 5.Mit einer kleinen Menge Öl und Salz vermengen.
- 6.Verteilen Sie diese in einer Schicht auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech.
- 7.Bei 180–200 °C goldbraun backen.
- 8.Wenden Sie die Chips nach der Hälfte der Backzeit vorsichtig.
TIPP: Sie sind leicht, herrlich knusprig und Sie können sie ganz nach Ihrem Geschmack verfeinern. Probieren Sie zum Beispiel geräuchertes Paprikapulver, getrockneten Knoblauch oder Kräuter der Provence.
2. Hausgemachte Gemüsechips aus Roter Bete, Karotten oder Süßkartoffeln
Hausgemachte Gemüsechips sind nicht so verbreitet wie Kartoffelchips. Und das ist schade. Wenn man sie richtig schneidet, würzt und backt, kreiert man einen herrlich knusprigen Snack, der locker mit dem Kartoffelklassiker mithalten kann.
Basisvariante: Rote Bete oder Süßkartoffeln
Rote Bete und Süßkartoffeln eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Chips. Sie enthalten natürlichen Zucker, der beim Backen leicht karamellisiert und den Chips auch ohne große Mengen Öl einen intensiven Geschmack verleiht. Zudem haben sie eine feste Struktur, sodass sie sich leicht in dünne Scheiben schneiden lassen.
Zutaten
- Rote Bete oder Süßkartoffeln
- hochwertiges Öl
- Salz
- Kräuter (Rosmarin, Thymian) oder etwas geräuchertes Paprikapulver
Zubereitung
- 1.Schälen Sie das Gemüse und schneiden oder hobeln Sie es in dünne Scheiben.
- 2.Leicht mit Öl bestreichen und abschmecken.
- 3.Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 150–170 °C goldbraun backen.
- 4.Nach dem Backen abkühlen lassen. Die Knusprigkeit kommt erst im kalten Zustand richtig zur Geltung.
Wählen Sie im Vergleich zu Kartoffelchips eine niedrigere Temperatur. Gemüsechips werden langsamer und länger gebacken, damit sie gut austrocknen.
🏃 Keine Zeit zu verlieren? Probieren Sie knusprige Gemüsechips ganz ohne Aufwand.
3. Hausgemachte Linsenchips oder Hülsenfrucht-Taler
Klassische Kartoffelchips kennt jeder. Wenn Sie jedoch etwas Nahrhafteres und Originelleres probieren möchten, bereiten Sie hausgemachte Linsenchips oder Hülsenfrucht-Puffer zu. Sie eignen sich hervorragend als Snack, Beilage oder leichtes Mittagessen.
Zutaten für 2–3 Portionen
- 250 g gekochte rote Linsen oder Kichererbsen
- 1 Teelöffel Olivenöl
- 1/2 Teelöffel Salz
- 1 Teelöffel edelsüßes Paprikapulver
- eine Prise Knoblauch, Curry oder ein anderes Lieblingsgewürz
Zubereitung
- 1.Pürieren Sie die gekochten und abgekühlten Linsen oder Kichererbsen zu einer glatten Masse.
- 2.Öl, Salz und Gewürze hinzufügen und gründlich vermischen.
- 3.Formen Sie aus der Mischung dünne Taler auf Backpapier. Je dünner sie sind, desto knuspriger wird das Ergebnis.
- 4.Im auf 180 °C vorgeheizten Ofen ca. 20–25 Minuten goldbraun backen. Nach der Hälfte der Backzeit können Sie die Taler wenden.
- 5.Einige Minuten abkühlen lassen – nach dem Herausnehmen aus dem Ofen werden sie noch knuspriger.
Servieren Sie sie mit Joghurtdip, Hummus oder einem hausgemachten Aufstrich. Sie schmecken auch hervorragend zerbröselt im Salat anstelle von Croutons.
Übertreiben Sie es nur nicht mit der Menge. Hülsenfruchtchips sind dank des höheren Gehalts an Proteinen und Ballaststoffen sättigender als klassische Kartoffelchips.
🐻 Grizly-TIPP: Haben Sie schon Bohnenchips probiert?
4. Hausgemachte Käsechips: Schneller Low-Carb-Snack
Käse muss schon lange nicht mehr nur auf dem Brot oder im Aufstrich landen. Daraus lässt sich auch ein toller herzhafter Snack zubereiten. Hausgemachte Käsechips sind schnell, einfach und herrlich knusprig.
Zubereitung
- 1.Reiben Sie Hartkäse, idealerweise Parmesan oder Cheddar.
- 2.Setzen Sie kleine Häufchen auf das Backpapier.
- 3.Bei 180–200 °C backen, bis der Käse geschmolzen und leicht goldbraun ist.
- 4.Abkühlen lassen und servieren.
👌 Würzen Sie die Käsehäufchen vor dem Backen mit geräuchertem Paprikapulver, getrocknetem Knoblauch oder Kräutern. Seien Sie jedoch vorsichtig mit den Gewürzen, damit sie den natürlichen Geschmack des Käses nicht überlagern. Salzen Sie die Käsechips nicht mehr – der Käse ist an sich schon salzig und durch das Backen wird sein Geschmack noch intensiver.
Lust auf Käsechips, aber keine Zeit zum Backen? Gönnen Sie sich einen Mix aus gefriergetrocknetem Käse.
Hausgemachte Chips: Wie man sie würzt und womit man sie serviert?
Chips in Supermärkten locken mit vielen Geschmacksrichtungen. Bei selbstgemachten Chips geht es jedoch nicht darum, fertige Snacks aus der Tüte zu imitieren. Im Gegenteil. Ihr Vorteil liegt darin, dass Sie genau wissen, womit Sie sie würzen. Es genügen hochwertiges Salz, geräuchertes Paprikapulver, Knoblauchpulver, Chili oder Ihre Lieblingskräuter. Das Ergebnis wird natürlicher, aromatischer und ganz nach Ihrem Geschmack sein.
Gewürze und Kräuter
Beim Würzen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Gesalzene sowie hausgemachte Paprika-Chips schmecken hervorragend, Sie können auch getrockneten Knoblauch oder Kräuter hinzufügen. Verfeinern Sie Kräuterchips zum Beispiel mit einer provenzalischen Mischung. So erhalten Sie mehrere Geschmacksrichtungen auf einmal und die Küche wird herrlich duften. Seien Sie vorsichtig mit gemahlenem Chili, oft reicht schon eine Prise. Den BBQ-Stil zaubern Sie mit geräuchertem Paprikapulver oder Grillgewürz. Werfen Sie bei Fertigmischungen jedoch einen Blick auf die Zutatenliste. Salz sollte darin nicht überwiegen, besonders wenn Sie hausgemachte Käsechips zubereiten, die an sich schon salzig sind.
Dips zu hausgemachten Chips
Damit die selbstgemachten Chips mit Dip noch besser schmecken, bereiten Sie dazu eine schnelle Sauce zu. Diese lässt sich prima während des Backens zubereiten. Am besten schmeckt sie:
- Joghurt-Dip mit Knoblauch und Kräutern – frisch, leicht und angenehm säuerlich,
- Hummus – ein cremiger Kichererbsen-Dip mit einer Portion pflanzlicher Proteine,
- Guacamole – Avocado-Dip mit feiner Textur und gesunden Fetten,
- Quark-Dip mit Kräutern – eine sättigendere Variante, die die Salzigkeit der Chips schön ausgleicht.
🐻 Bären-Tipp: Mehr Rezepte für Dips und Saucen finden Sie im Artikel Hausgemachte Dips.
Wenn es schnell gehen muss: Gesündere Fertig-Chips mit nur wenigen Klicks
Nicht immer bleibt Zeit für die Zubereitung von hausgemachten Chips. Und hier rettet Sie Grizly. Wählen Sie ehrliche Knabbereien, die Sie einfach nur öffnen und in eine Schüssel schütten müssen. Maiscracker, Bohnenchips, gesalzene Edamame-Bohnen, hervorragend gewürzte Nüsse oder Jerky sowie gefriergetrockneter Käse. ↓
FAQ – Häufig gestellte Fragen und Antworten
Wie macht man selbstgemachte Chips?
Wie macht man hausgemachte Chips im Ofen? Schneiden Sie die Kartoffeln in sehr dünne Scheiben, weichen Sie sie kurz in kaltem Wasser ein, tupfen Sie sie trocken und vermengen Sie sie mit etwas Öl und Salz. Verteilen Sie sie in einer Schicht auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und backen Sie sie bei 180–200 °C goldbraun. Nach der Hälfte der Backzeit wenden.
Wie bereitet man hausgemachte Chips in der Heißluftfritteuse zu?
Das Vorgehen ist ähnlich wie bei einem herkömmlichen Backofen, nur die Backzeit ist meist kürzer. Die Heißluft trocknet die Scheiben schnell aus, kontrollieren Sie sie daher laufend. Meistens reichen 8–12 Minuten, je nach Dicke der Scheiben.
Wie bereitet man hausgemachte Kartoffelchips gesünder zu?
Verwenden Sie nur eine kleine Menge hochwertigen Öls, backen Sie sie im Ofen oder in einer Heißluftfritteuse anstatt sie zu frittieren, würzen Sie mit Kräutern und sparen Sie mit Salz. Einen Teil der Kartoffeln können Sie durch Gemüse ersetzen, zum Beispiel durch Rote Bete, Karotten oder Süßkartoffeln.
Welche selbstgemachten Gemüsechips kann ich zubereiten?
Hervorragend eignen sich Chips aus Roter Bete, Süßkartoffeln, Karotten, Pastinaken oder Zucchini. Schneiden Sie diese in dünne Scheiben, bestreichen Sie sie leicht mit Öl, schmecken Sie sie ab und backen Sie sie bei 150–170 °C, damit sie eher austrocknen als verbrennen.
Wie bereitet man hausgemachte Käsechips zu?
Den Hartkäse grob reiben und kleine Häufchen auf Backpapier bilden. Kurz bei 180–200 °C backen, bis sie goldbraun sind. Dann abkühlen lassen, damit sie fest und schön knusprig werden.
Kann man hausgemachte Linsenchips zu Hause zubereiten?
Ja. Mixen Sie gekochte Linsen oder Kichererbsen mit Gewürzen und etwas Öl, formen Sie dünne Fladen und backen Sie diese knusprig. Wenn Sie keine Lust zum Backen haben, greifen Sie zu fertigen Hülsenfrucht- oder Proteinchips.
Womit kann man klassische Chips ersetzen?
Probieren Sie hausgemachte Kartoffelchips, hausgemachte Gemüsechips, Käsechips, Reis- oder Maischips, Hülsenfruchtchips, gesalzene Nüsse, Jerky oder gefriergetrockneten Käse von Grizly.
Sind hausgemachte Chips gesund?
Hausgemachte Chips können eine gesündere Alternative sein, da Sie die Menge an Öl, Salz sowie die Qualität der Zutaten selbst kontrollieren. Es handelt sich jedoch immer noch um einen salzigen Snack, daher sollten Sie sie eher als Abwechslung und nicht als tägliche Grundlage Ihres Speiseplans genießen.
Foto: KI-generiert






